Willkommen bei der BUND-Kreisgruppe Holzminden!

4. Mai 2017

Exkursion zum Wildkatzenkorridor

Die BUND-Kreisgruppe lädt für den 27. Mai ein zu einer Exkursion zum Wildkatzenkorridor, der bei Holenberg als erster Korridor in Niedersachsen gepflanzt wurde. Wir wollen uns u.a. ansehen, wie er sich mittlerweile entwickelt hat.

Die Exkursion wird zuerst auf den Weinberg gehen, wo man den Korridor von oben sehen kann. Anschließend stellt Ulrich Schlette vom Forstamt Neuhaus sowie der BUND-Gruppe Holzminden die Anpflanzungen direkt auf dem Korridor vor. Andrea Krug, BUND-Wildkatzenexpertin des BUND Niedersachsen, gibt einen Überblick über die entstandenen Korridore in Niedersachsen und berichtet über neue Vorhaben.

Wir würden uns freuen, viele Interessierte begrüßen zu können. Die Veranstaltung wird mit Kaffee und Kuchen ausklingen. Zur besseren Organisation bitten wir um Anmeldung unter andrea.krug@nds.bund.net.

1. April 2017

BUND-Obstbaumschnittseminar mit prominenten Seminarleitung

Grundlagenvermittlung an historischer Stätte

Im Garten des Klosters Amelungsborn führte der BUND ein Obstbaumschnittseminar durch. Geleitet hatte dieses Seminar Michael Ruhnau aus dem Landkreis Rothenburg/Wümme, der an fachlicher Kompetenz wohl kaum zu toppen war. Immerhin ist er Vorsitzender des Pomologenvereins Deutschland e.V.

Im Kellergewölbe des Gästehauses wurde zunächst mit Hilfe von Bildern die Theorie erarbeitet, ohne die die Zusammenhänge nicht zu verstehen sind. Das Schneiden diene, so Michael Ruhnau, der Größe und Qualität der Früchte, der Langlebigkeit der Bäume, der Kontrolle der Baumgröße, der Stabilität der Krone, der Erleichterung der Ernte, der Verhinderung der Verkahlung im Innern, der Verzögerung der Vergreisung und der Vermeidung von Pilzerkrankungen.

Nach der Mittagspause ging es dann hinaus in den Amelungsborner Klostergarten, um die Theorie nun exemplarisch an einigen Bäumen in die Praxis umzusetzen.

Am 24. Juni wird es einen Kurs zum Sommerschnitt geben, der vor allem bei starkem Holzwachstum sinnvoll ist.

Text: Detlef Loock und Gernot Liebau, Foto: Detlef Loock

22. März 2017

Wildbienen, die anderen Bienen

Auch dieses Jahr war der Jahreshauptversammlung der BUND-Kreisgruppe Holzminden wieder ein interessanter Vortrag vorangestellt, zu dem nicht nur Mitglieder, sondern auch Imker und weitere Naturinteressierte eingeladen waren. Immerhin 50 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt.
Der BUND konnte mit zwei profilierten Referenten aufwarten, und zwar mit Dr. Otto Böcking vom Celler Institut für Bienenkunde des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) und Luisa Stemmler, die beim Projekt „Netzwerk Wildbienenschutz in Niedersachsen“ den BUND-Landesverband vertritt.
Zunächst stellte Luisa Stemmler das Projekt vor, das dem Erhalt und der Förderung der Wildbienen dienen soll. Luisa Stemmler beleuchtete den Lebensraum der Wildbienen, die auf kleinem Raum Nistplatz, Baumaterialien und Nahrung bräuchten. 70 Prozent der Arten nisteten im Boden. Von daher ist vegetationsarmes, sonnenexponiertes Offenland eine wichtige Voraussetzung für Nistmöglichkeiten, genauso wie trockene Magerrasen, Heiden, Felsfluren, Abbruchkanten und Wegraine.

Dr. Otto Böcking ging dann auf die Biologie der Wildbienen ein und brachte Fakten, die manchen verblüffte. So sei die Honigbiene nur eine einzige Art. Und die habe man domestiziert. Dagegen gäbe es 569 Wildbienenarten in Deutschland, wozu auch die Hummeln gehören. Weiterhin gibt es noch parasitär lebende Bienen, so genannte Kuckucksbienen, als Brutschmarotzer.

Hautflügler auf Lungenkraut, vermutlich Anthophora plumipes | Foto: Gernot Liebau
24. Februar 2017

Wildbienen – die anderen Bienen

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 22.3.2017 um 18.30 Uhr in der Gaststätte Felsenkeller in Holzminden, Hoher Weg, werden Dr. Otto Boecking und Luisa Stemmler einen Vortrag zu diesem interessanten Thema halten.

Darin wollen sie Einblicke in die vielfältige Lebenswelt der Wildbienen geben, über aktuelle Forschungsergebnisse und die Gefährdungsursachen informieren sowie vor allem konkrete Schutzmaßnahmen vorstellen.

Wildbienen sind die weniger bekannten „Verwandten“ der Honigbienen, von denen etliche Vertreter auch im direkten Umfeld des Menschen vorkommen. Ob Pelzbiene, Maskenbiene oder Schneckenhaus-Mauerbiene: Wildbienen warten mit fantasievollen Namen auf! Auch ihre Lebens- und Verhaltensweisen sind vielfältig und unterscheiden sich mitunter stark von denen der Honigbiene. Die faszinierenden Insekten leisten außerdem einen unverzichtbaren Beitrag zur Bestäubung vieler Wild- und Nutzpflanzen.

Doch den Wildbienen geht es zusehends schlechter. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit Monokulturen wie Mais, dem Einsatz von Pestiziden und dem Verschwinden vielfältiger Strukturelemente und Landschaftsbestandteile machen ihnen das Leben schwer: Mehr als die Hälfte der rund 360 in Niedersachsen vorkommenden Arten ist derzeit in ihrem Bestand gefährdet.

Um das zu ändern, haben der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Landesverband Niedersachsen, das LAVES-Institut für Bienenkunde Celle und die Kommunale Umwelt-Aktion (U.A.N.) zwei Projekte ins Leben gerufen, die sich ganz dem Schutz der Wildbienen widmen. Gemeinsam mit vielen Unterstützern wollen sie konkrete Artenschutzmaßnahmen in ausgewählten Lebensräumen umsetzen sowie ein verbandsübergreifendes Wildbienennetzwerk aus Naturschutzgruppen und Vereinen, Wildbienenexperten und Imkern, interessierten Einzelpersonen sowie Bildungsinstitutionen und Behörden aufbauen. Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert die Projekte.

Große Weiden-Sandbiene (Andrena vaga) | Fotograf: Klaus Kuttig

3. Januar 2017

Schatztruhe Obstgarten - BUND startet Veranstaltungsreihe zu kulturhistorischen Gärten

Der Öffentlichkeit die Bedeutung von denkmalgeschützten Gärten und Klostergärten zu vermitteln und Menschen für deren Erhalt und Pflege zu gewinnen, ist Ziel einer Veranstaltungsreihe, die am 2. Februar 2017 im Kloster Amelungsborn stattfindet.

Mehr Infos gibt es auf der Seite des Landesverbandes.

12. November 2016

Brandversuche an Dämmstoffen bei Fagus Naturbaustoffe in Boffzen

Auch viele Studierende verfolgten die Brandversuche.

Infoveranstaltung bei Fagus Naturbaustoffe auf Einladung des BUND


Da staunten die etwa 30 Interessenten nicht schlecht, als nach dem expandierten Polystyrol (EPS) auch die Glaswolle beim Brandversuch schmolz und die Zellulose-Dämmflocken der Hitze am längsten standhielten.
Nach einem informativen Vortrag über Dämmstoffe mit Schwerpunkt Holzfaser-Dämmplatten wurden den ausgewählten, in Metallrahmen befestigten Dämmstoffen mit einem Gasbrenner kräftig eingeheizt, um das Verhalten beurteilen zu können. Zum Schluß mußte natürlich auch noch eine Holzfaser-Dämmplatte dran glauben. Hier überraschte die Tatsache, daß die Platte auch nach längerer Flammeneinwirkung zwar qualmte, aber nicht selbst brannte und lediglich die äußere Schicht verkohlt war. Darunter war das Material ohne Schäden.
Es folgte eine Vorführung zu Farben und Lehmputzen. Außer der leichten Verarbeitung und der mit solchen Materialien erzielbaren Oberflächen überzeugte das große Farbenspektrum, das mit natürlichen Pigmenten ohne chemische Zusätze erzielt werden kann. Es wurde nicht nur zugeschaut, sondern jeder konnte selbst probieren.
Eine gelungene Veranstaltung, das empfanden auch die zahlreichen Studierenden, fast alle aus dem Studiengang Green Building, die in ihrem Studium gerne mehr zu diesem wichtigen Thema hören würden.

Die Holzfaser-Dämmplatte wird den Flammen ausgesetzt.

Die Holzfaser-Dämmplatte nach dem Brandversuch



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