Willkommen bei der BUND-Kreisgruppe Holzminden!

24. Juni 2017

Obstbaumschnittkurs am Kloster Amelungsborn

zwei- und vierbeinige Interessenten lauschten den Ausführungen Michael Ruhnaus

Ein gutes Dutzend Teilnehmer waren auch dieses Mal wieder dabei, als es um den Sommerschnitt ging.

Mit Michael Ruhnau, Vorsitzender des Pomologenvereins, wurden die im April geschnittenen Bäume begutachtet und die eingetretenen Wachstumsreaktionen besprochen. So wurden - je nach Vitalität des betreffenden Baumes - Wasserschosser entfernt und einfache Korrekturen vorgenommen, um den Schnitt in die gewündschte Richtung zu lenken. Bei schwachem Wuchs wird fast nur im Winter geschnitten, da dabei das Wachstum stärker angeregt wird, während der Sommerschnitt bremsend wirkt.

19. Juni 2017

BUND lädt zu Obstbaumschnittkurs ins Kloster Amelungsborn

Am Samstag, 24. Juni 2017, bietet der BUND Niedersachsen von 10:00 - 16:00 Uhr im
Kloster Amelungsborn einen kostenlosen Sommer-Obstbaumschnittkurs an. Der Kurs schließt
an die Einführung vom April an, aber auch Neueinsteiger sind herzlich willkommen. Michael
Ruhnau, Obstsortenexperte vom Pomologenverein, und Sabine Washof vom BUND
Landesverband Niedersachsen vermitteln in Theorie und Praxis den Schnitt hochstämmiger
Obstbäume. Der Schwerpunkt liegt diesmal auf der Kontrolle der im Frühjahr beschnittenen
Bäume und den korrigierenden Maßnahmen, die im Sommer getroffen werden können.
Kurzentschlossene können sich bis zum 23. Juni anmelden beim BUND Niedersachsen, Anja
Frakstein,Tel. (0511) 965 69 74 oder per E-Mail an streuobstwiesen@nds.bund.net.

Die Veranstaltung ist Teil des Projekts „Schatztruhe kulturhistorische 0bstgärten", das der
BUND gemeinsam mit dem Niedersächsischen Heimatbund durchführt, gefördert von der
Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und der Klosterkammer Hannover. Klostergärten und
andere historische Gärten dienen den Menschen als Ruhe- und Besinnungsort und bieten
vielen bedrohten Tier- und Pflanzenarten wie Gartenrotschwanz, Steinkauz und
Wiesenglockenblumen Unterschlupf. Diese besonderen Biotope möchte der BUND erhalten.

7. Juni 2017

LSG-Verordnung Sollingvorland-Wesertal

Die seit September 2015 rechtskräftige Verordnung zum LSG "Sollingvorland-Wesertal" soll aufgrund eines Eilantrages des Kreistages Holzminden geändert werden. Es geht bei der Änderung darum, dass die Verordnung hinsichtlich ihrer festgeschriebenen Bauverbote aufgeweicht werden soll. Derzeit läuft noch eine Normenkontrollklage. Obwohl die SPD kurz vor der Wahl noch öffentlich versprochen hatte, zu der von ihr selbst beschlossenen Verordnung zu stehen, kippten die Politiker nach der Kommunalwahl sogleich um.

Alle Verbände können bis zum 30.6. eine Stellungnahme abgeben.

Es geht hier immerhin um das größte LSG im Landkreis Holzminden (ca. 24.372 ha). Über die Hälfte der Fläche befindet sich in Zone 2 (EU-Vogelschutzgebiet). Gerade in diesem Bereich sollen die Bauverbote komplett aufgehoben werden. In Zone 1 sollen die Größenbeschränkungen bei den Erlaubnisvorbehalten wegfallen. Das würde bedeuten, dass weiterhin große Massentierhaltungsanlagen ohne Befreiungsantrag im Schutzgebiet möglich wären, sowohl in Zone 1 als auch in Zone 2.

Es sei an dieser Stelle verwiesen auf eine laufende Petition der Grünen Holzminden zu diesem Thema:

https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-der-aktuellen-regelung-des-landschaftsschutzgebietes-sollingvorland-wesertal

27. Mai 2017

Exkursion zum Wildkatzenkorridor

Die BUND-Kreisgruppe lud für den 27. Mai ein zu einer Exkursion zum Wildkatzenkorridor, der bei Holenberg als erster Korridor in Niedersachsen gepflanzt wurde. Wir wollten uns u.a. ansehen, wie er sich mittlerweile entwickelt hat.

Etwa 20 Interessierte, die zum Teil aus Ostniedersachsen angereist waren, informierten sich über die Möglichkeiten, der Wildkatze zu helfen. Karsten Dörfer, der Gutachten zu möglichen Wanderkorridoren erstellte, zeigte vom Weinberg aus, wie die gepflanzten Korridore den Burgberg und den Vogler verbinden.

Andrea Krug erläuterte den Korridor vom Weinberg aus.
Besichtigung des Korridors
4. Mai 2017

Exkursion zum Wildkatzenkorridor

Die BUND-Kreisgruppe lädt für den 27. Mai ein zu einer Exkursion zum Wildkatzenkorridor, der bei Holenberg als erster Korridor in Niedersachsen gepflanzt wurde. Wir wollen uns u.a. ansehen, wie er sich mittlerweile entwickelt hat.

Die Exkursion wird zuerst auf den Weinberg gehen, wo man den Korridor von oben sehen kann. Anschließend stellt Ulrich Schlette vom Forstamt Neuhaus sowie der BUND-Gruppe Holzminden die Anpflanzungen direkt auf dem Korridor vor. Andrea Krug, BUND-Wildkatzenexpertin des BUND Niedersachsen, gibt einen Überblick über die entstandenen Korridore in Niedersachsen und berichtet über neue Vorhaben.

Wir würden uns freuen, viele Interessierte begrüßen zu können. Die Veranstaltung wird mit Kaffee und Kuchen ausklingen. Zur besseren Organisation bitten wir um Anmeldung unter andrea.krug@nds.bund.net.

1. April 2017

BUND-Obstbaumschnittseminar mit prominenten Seminarleitung

Grundlagenvermittlung an historischer Stätte

Im Garten des Klosters Amelungsborn führte der BUND ein Obstbaumschnittseminar durch. Geleitet hatte dieses Seminar Michael Ruhnau aus dem Landkreis Rothenburg/Wümme, der an fachlicher Kompetenz wohl kaum zu toppen war. Immerhin ist er Vorsitzender des Pomologenvereins Deutschland e.V.

Im Kellergewölbe des Gästehauses wurde zunächst mit Hilfe von Bildern die Theorie erarbeitet, ohne die die Zusammenhänge nicht zu verstehen sind. Das Schneiden diene, so Michael Ruhnau, der Größe und Qualität der Früchte, der Langlebigkeit der Bäume, der Kontrolle der Baumgröße, der Stabilität der Krone, der Erleichterung der Ernte, der Verhinderung der Verkahlung im Innern, der Verzögerung der Vergreisung und der Vermeidung von Pilzerkrankungen.

Nach der Mittagspause ging es dann hinaus in den Amelungsborner Klostergarten, um die Theorie nun exemplarisch an einigen Bäumen in die Praxis umzusetzen.

Am 24. Juni wird es einen Kurs zum Sommerschnitt geben, der vor allem bei starkem Holzwachstum sinnvoll ist.

Text: Detlef Loock und Gernot Liebau, Foto: Detlef Loock

22. März 2017

Wildbienen, die anderen Bienen

Auch dieses Jahr war der Jahreshauptversammlung der BUND-Kreisgruppe Holzminden wieder ein interessanter Vortrag vorangestellt, zu dem nicht nur Mitglieder, sondern auch Imker und weitere Naturinteressierte eingeladen waren. Immerhin 50 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt.
Der BUND konnte mit zwei profilierten Referenten aufwarten, und zwar mit Dr. Otto Böcking vom Celler Institut für Bienenkunde des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) und Luisa Stemmler, die beim Projekt „Netzwerk Wildbienenschutz in Niedersachsen“ den BUND-Landesverband vertritt.
Zunächst stellte Luisa Stemmler das Projekt vor, das dem Erhalt und der Förderung der Wildbienen dienen soll. Luisa Stemmler beleuchtete den Lebensraum der Wildbienen, die auf kleinem Raum Nistplatz, Baumaterialien und Nahrung bräuchten. 70 Prozent der Arten nisteten im Boden. Von daher ist vegetationsarmes, sonnenexponiertes Offenland eine wichtige Voraussetzung für Nistmöglichkeiten, genauso wie trockene Magerrasen, Heiden, Felsfluren, Abbruchkanten und Wegraine.

Dr. Otto Böcking ging dann auf die Biologie der Wildbienen ein und brachte Fakten, die manchen verblüffte. So sei die Honigbiene nur eine einzige Art. Und die habe man domestiziert. Dagegen gäbe es 569 Wildbienenarten in Deutschland, wozu auch die Hummeln gehören. Weiterhin gibt es noch parasitär lebende Bienen, so genannte Kuckucksbienen, als Brutschmarotzer.

Hautflügler auf Lungenkraut, vermutlich Anthophora plumipes | Foto: Gernot Liebau
24. Februar 2017

Wildbienen – die anderen Bienen

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 22.3.2017 um 18.30 Uhr in der Gaststätte Felsenkeller in Holzminden, Hoher Weg, werden Dr. Otto Boecking und Luisa Stemmler einen Vortrag zu diesem interessanten Thema halten.

Darin wollen sie Einblicke in die vielfältige Lebenswelt der Wildbienen geben, über aktuelle Forschungsergebnisse und die Gefährdungsursachen informieren sowie vor allem konkrete Schutzmaßnahmen vorstellen.

Wildbienen sind die weniger bekannten „Verwandten“ der Honigbienen, von denen etliche Vertreter auch im direkten Umfeld des Menschen vorkommen. Ob Pelzbiene, Maskenbiene oder Schneckenhaus-Mauerbiene: Wildbienen warten mit fantasievollen Namen auf! Auch ihre Lebens- und Verhaltensweisen sind vielfältig und unterscheiden sich mitunter stark von denen der Honigbiene. Die faszinierenden Insekten leisten außerdem einen unverzichtbaren Beitrag zur Bestäubung vieler Wild- und Nutzpflanzen.

Doch den Wildbienen geht es zusehends schlechter. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit Monokulturen wie Mais, dem Einsatz von Pestiziden und dem Verschwinden vielfältiger Strukturelemente und Landschaftsbestandteile machen ihnen das Leben schwer: Mehr als die Hälfte der rund 360 in Niedersachsen vorkommenden Arten ist derzeit in ihrem Bestand gefährdet.

Um das zu ändern, haben der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Landesverband Niedersachsen, das LAVES-Institut für Bienenkunde Celle und die Kommunale Umwelt-Aktion (U.A.N.) zwei Projekte ins Leben gerufen, die sich ganz dem Schutz der Wildbienen widmen. Gemeinsam mit vielen Unterstützern wollen sie konkrete Artenschutzmaßnahmen in ausgewählten Lebensräumen umsetzen sowie ein verbandsübergreifendes Wildbienennetzwerk aus Naturschutzgruppen und Vereinen, Wildbienenexperten und Imkern, interessierten Einzelpersonen sowie Bildungsinstitutionen und Behörden aufbauen. Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert die Projekte.

Große Weiden-Sandbiene (Andrena vaga) | Fotograf: Klaus Kuttig



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